UNTERWEGS

MISCHIEF MANAGED

 

Wenige Worte, ausnahmsweise, aber dafür einige visuelle Eindrücke meines fünften Septembers, den ich dieses Jahr an einem ganz besonderen Ort verbracht habe. Und damit verabschiede ich mich in die Nacht und versuche die Grippe, die ich mitsamt einiger schöner Erinnerungen aus London mitgebracht habe, loszuwerden.

 

 

 

 

 

 


 

Auf Instagram habe ich außerdem während meiner Reise fleißig Impressionen geteilt – Fortsetzung folgt – und hier geht es zu meinem Reisebericht über meine Zeit in London im vergangenen Jahr.

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UNTERWEGS

LONDON TALES

Heute ist es auf den Tag genau ein Jahr her, dass ich mir zusammen mit meinem Bruder Paul einen kleinen Traum erfüllt habe, der mich in den vergangenen zehn Jahren nicht losgelassen hat, denn für uns ging es für zehn Tage nach London. Ein folgenschwerer Entschluss. Als bekennende Liebhaberin der britischen Landschaften, der englischen Sprache und Scones habe ich es irgendwie geschafft, mein Herz in dieser faszinierenden, lauten, aber wunderschönen Stadt zu verlieren… Nun gut, vielleicht doch nicht so überraschend?

 

Ebenso wenig überraschend ist es wohl für alle, die mich kennen und bei denen ich mich regelmäßig in Schwärmereien von unserem Urlaub in London verliere, dass es für mich bald schon wieder zurück auf eine weitere Erkundungstour durch die britische Metropole geht. Um mein Fernweh zu stillen und dem letzten Sommer ein kleines Tribut zu zollen, habe ich mich an meine liebsten Momente während unserer Reise erinnert.

 

 

Fliegen lernen

Mit kindlicher Begeisterung habe ich meinen Bruder auf seinem allerersten Flug begleitet und mich mit einem Schlag in unsere Kindheit zurückversetzt gefühlt; als hätte ich ihm soeben das beste Spielzeug überhaupt präsentiert und voller Spannung auf seine Reaktion gewartet. Gar nicht mal so abwegig, denn sobald sich das Flugzeug in Bewegung setzt, immer schneller wird und schlussendlich vom Boden abhebt fühle ich mich als wäre ich wieder fünf Jahre alt und kann dem riesigen Grinsen, das sich auf meinem Gesicht ausbreitet nicht widerstehen. Und, um ehrlich zu sein, ist das Fliegen doch wirklich eine ziemlich tolle Erfindung.

 

Ankommen

Auch kleinere Startschwierigkeiten durch Tube, Buslinien und Fahrkarten konnten unsere Euphorie nicht bremsen, schließlich waren wir endlich in London. Hat ja nur zehn Jahre gedauert.

 

Wege sammeln und Karten zeichnen

Ich liebe es, neue Orte zu Fuß zu entdecken. So auch auf dieser Reise, bei der wir uns zwar immer wieder auf Tube und Bus verließen, da viele Wege in London schlichtweg zu weit sind, aber dennoch viele tausend Schritte täglich durch die Stadt spaziert sind. Und wenn einen am letzten Tag der Reise die Füße ganz automatisch an die gewünschte Stelle bringen, freue ich mich über das Gefühl, mir zumindest einen Teil der Stadt zu eigen gemacht und verstanden zu haben; meinen eigenen Stadtplan im Kopf zu tragen.

 

Nudelsuppe

Curry Udon in der KOYA Bar. No more words needed.

 

Gleis 9 3/4

Ich kann mich furchtbar schlecht auf Lieblingskategorien festlegen. Lieblingsfilm, Lieblingsband, Lieblingsessen – all das existiert für mich nicht im Singular. Da draußen gibt es schlichtweg viel zu vieles schöne Dinge und ich mag viele davon gleichermaßen. Bei Büchern sieht es ein klein wenig anders aus, denn seit ich lesen kann ist Harry Potter mein Buch. Ansonsten kann ich mit Fantasyliteratur herzlich wenig anfangen, doch Harry Potter ist meine Ausnahme zu dieser Regel. Dabei kann ich gar nicht einmal genau benennen, weshalb Joanne K. Rowling Bücher und ihre liebevoll gestalteten Charaktere und die fantastische Welt, in der diese zuhause sind mich so in ihren Bann ziehen. Harry, Ron und Hermine haben mich durch meine Kindheit und Jugend begleitet und auch heute fühle ich mich irgendwie heimisch, sobald ich eines der Bücher aufschlage.
Für mich stand also sehr schnell fest, dass ich – wenn ich es schon nicht zur Studio Tour in die Warner Bros. Studios schaffen würde – wenigstens einen Zwischenstop am Gleis 9 3/4 am Bahnhof King’s Cross einlegen muss. Und so haben wir auf dem Weg zu meinem Geburtstagsfrühstück zuerst noch das wohl berühmteste Bahngleis Londons besucht. Hätte ich die Wahl gehabt, ich wäre natürlich in den Hogwarts Express gestiegen. Aber das Frühstück hat ja schon auf uns gewartet… Was soll man da bloß machen? Ein Dilemma.

 

 

Birthday Treats und Second Hand Liebe

Nach einem fabelhaften Frühstück bei Beany Green in Paddington sind wir an meinem Geburtstag in Richtung Regent’s Park spaziert, entlang an den wunderschönen Kanälen von Little Venice. Die Verlockung mein altes Leben aufzugeben und auf ein Hausboot zu ziehen war nie größer.
In direkter Nachbarschaft zum Regent’s Park haben wir den Primrose Hill erklommen und das dahinterliegende Viertel erkundet, wo wir ganz zufällig einen kleinen Charity Shop gefunden haben. Nicht nur die Auswahl an Kleidungsstücken in diesem Shop war wunderbar, sondern auch die beiden Verkäuferinnen, die mich unter ihre Fittiche genommen und mich in ein schönes Kleid nach dem anderen gehüllt haben. Lustigerweise war genau zum selben Zeitpunkt noch ein anderes Geburtstagskind im Laden und hat sich ebenfalls ein kleines Präsent gegönnt.

 

South Bank, again

Paul und ich fanden uns des Öfteren an der South Bank wieder. Kein Wunder – diese ist unumstritten einer der schönsten Orte Londons und bietet einen tollen Blick auf die Stadt. Besonders Abends ist die Stimmung dort unschlagbar. Der perfekte Ort also für einen abendlichen Spaziergang an der Themse.

 

Ein Sonntag auf der Brick Lane

Meinen ersten Besuch im Londoner Osten verband ich mit einem Abstecher auf die Brick Lane. Dort finden sonntags verschiedenste Märkte statt, auf denen man von Schmuck über Möbel bis hin zu leckerem Essen alles kaufen kann. In den kleinen Seitengassen finden sich außerdem ein paar der besten Second Hand Läden, die ich jemals gesehen habe.
Das beste was ich auf der Brick Lane gefunden habe, war aber nichts, das man hätte kaufen können. Es war ein Moment der Ruhe in all dem Trubel, Musik und der Drang, einfach nur zuzuhören. Ich bleibe bei Straßenmusikern nicht oft stehen, shame on me, aber bei diesem Herrn bin ich zwei mal geblieben um zu lauschen – und um einen Obolus im Gitarrenkasten zu lassen.

 

Zufallsbegegnungen

In einer Metropole wie London ist es einfach, in der Masse zu verschwinden. Ich rechnete also zu keinem Zeitpunkt damit, irgendwo ein bekanntes Gesicht zu sehen. Umso überraschter war ich, als ich beim Abendessen einem kleinen Restaurant feststellte, dass Jake Gyllenhaal neben mir an der Theke saß. Mit einem kleinen Schmunzeln quittierte ich diese Erkenntnis und beließ es dabei, eine kleine Geschichte war es allemal. Da mein Bruder an diesem Tag nicht dabei war, das Essen in dem Restaurant aber so ausgezeichnet, dass ich unbedingt noch einmal dort hingehen wollte, bevor unser Urlaub vorbei war, lud ich Paul am nächsten Tag dorthin ein. Bestens informiert über meinen berühmten Tischnachbarn des vorigen Abends scherzte mein Bruder noch, während wir auf einen freien Platz warteten. Als uns der Kellner schließlich zu unseren Plätzen an der Theke führte, saß wieder – keinen Meter neben uns – eben jener Schauspieler. Ich war offenbar nicht die einzige, die das Essen in diesem kleinen, aber feinen Restaurant mochte.

 

Late Late Show

Die Londoner Jazz Szene zu erkunden stand ganz weit oben auf meiner Liste von Dingen, die ich in London tun wollte. Für meinen Geburtstag hatte ich mir also Karten für ein Konzert in einem Club in Camden organisiert. Leider empfand ich sowohl den Club als auch das Konzert an sich als wenig authentisch und originell. Eher zufällig erfuhr ich ein paar Tage später von einer Konzertreihe, der Late Late Show im Ronnie Scott’s. An unserem letzten Abend in London fanden wir uns also zu sehr später Stunde dort wieder, denn die Late Late Show beginnt, wie der Name schon vermuten lässt, erst sehr sehr spät.
Während unseres Aufenthalts in London fand im Ronnie Scott’s ein Klaviertrio Festival statt, weshalb auch das Konzert, für das wir Karten gekauft hatten in dieser Besetzung bestritten wurde. Richtig spannend wurde es allerdings, als sich das Konzert spontan zu einer Jam Session entwickelte, bei der Londoner Jazzstudenten die Bühne übernahmen und bis tief in die Nacht einen Song nach dem anderen spielten. Definitiv ein noch größeres Highlight als das Konzert an sich und für mich seitdem unvergessen.

 

 

In nur zwanzig Tagen bin ich endlich wieder in London und kann es kaum erwarten, all meine liebsten Orte wieder zu besuchen und neue Spots zu entdecken. Habt ihr Geheimtipps? Nur her damit, ich freue mich über jeden einzelnen!

 

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