KLEIDERSCHRANKMOMENTE

DIE ENTDECKUNG DES LEOPARDENMUSTERS

Wann ich das letzte Mal einen ganzen Tag im Bett verbracht habe und einen Film nach dem anderen geschaut habe? Gute Frage; viel zu lange her ist es auf jeden Fall. Deshalb wollte ich eigentlich einen meiner wenigen freien Tage, die ich wirklich dringend nötig hatte, mit genau dieser Tätigkeit – oder eher Nichttätigkeit? – verbringen.

 

Aber irgendwie habe ich es auch an diesem Wochenende nicht geschafft, mich der Außenwelt zu entziehen. Was sowieso viel zu schade gewesen wäre, denn so schön wie sich der Stuttgarter Herbst in diesem Oktober präsentiert habe ich ihn lange nicht gesehen. Und so genieße ich Spaziergänge durch den eleganten Stuttgarter Westen, riesige Tassen Milchkaffee und köstliche Croissants im Tarte & Törtchen in Begleitung einer Herzensfreundin.

 

 

ALTE UND NEUE FREUNDE

Mein treuer Begleiter an diesem Wochenende war aber nicht nur meine Freundin sondern auch mein neuer Mantel, der mir am Donnerstag ganz überraschend begegnete. Seitdem kombiniere ich ihn zu allem und bin überrascht wie vielfältig er ist: sowohl zu Jeans und Hemd oder zur legeren Stoffhose, als auch zum smarten Spitzenkleid funktioniert er wunderbar und ich liebe ihn schon jetzt sehr. Dabei hätte ich vor nicht allzu langer Zeit vermutlich herzlich über die Vorstellung gelacht, einmal ein Kleidungsstück mit Leopardenprint zu besitzen.

 

Das bereits erwähnte Spitzenkleid habe ich für diesen Look, den wir am Sonntag spontan festhielten, mit klassischen Sneakern von Adidas kombiniert. Herbsttauglich wird das Ganze durch die Mütze von wat? Apparel – übrigens ein weiterer heiß geliebter Neuzugang. Meine Tasche ist ein wahrhaftiger Flohmarktschatz, den ich von einem Besuch in München mitgebracht habe. Ein weiterer Favorit sind außerdem die Ohrringe von Antomyn, die aus meinem Schmuckkästchen absolut nicht mehr wegzudenken sind. Ach ja – und der Mantel? Der ist tatsächlich von H&M!

 

 

Zeitgleich stolperte ich auf Kleiderkreisel übrigens über einen weiteren Leomantel, der im Gegensatz zu meinem schimmernden Longblazer ganz klassisch daherkommt und damit genau das ist, was ich ursprünglich gesucht habe. Da er sich als echtes Schnäppchen entpuppt hat, habe ich nicht lange gezögert und stattdessen zugeschlagen. Heute konnte ich das gute Stück von der Post abholen und freue mich schon, es bald auszuführen. Es wird flauschig.

 


Apropos Kleiderkreisel – ich habe den Sonntag außerdem genutzt, um meinen Katalog etwas zu füllen. Weitere schöne Dinge folgen bald. Bis dahin findet ihr hier schon einmal eine kleine aber feine Auswahl.

 

 

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KLEIDERSCHRANKMOMENTE

GLÜCK UND ZUFALL UND DIE WAHRE LIEBE

 

Manche Dinge sucht man und findet sie dennoch nicht. Ausnahmsweise meine ich damit aber nicht die wahre Liebe, wie uns die Welt der Frauenzeitschriften und die Liebesfilmindustrie weiszumachen versucht, sondern schlicht und einfach eine passende Jeans. Sowieso viel wichtiger, meint meine weise Mitbewohnerin Sugar*.

 

Sugar hat in vielen Dingen recht und so beschloss ich, meinen Juli auf die Mission zu verwenden, sie zu finden, diese eine Jeans. Ungeachtet der Tatsache natürlich, dass die derzeitigen Temperaturen das Tragen einer Jeans zu annähernd 99% unterbinden, aber es wird ja wieder kälter. Winter und so. Sagt man.

 

Und ich probierte sie alle. Also fast alle – denn natürlich habe auch ich meine Ansprüche. High waisted sollte sie sein, eng in der Taille und trotzdem mit weitem Bein und ja, das gewisse Etwas, auch das sollte natürlich nicht fehlen. Eigentlich nicht so schwer, dachte ich, schließlich ist eine Jeans wohl das eine Kleidungsstück, das in keinem Kleiderschrank fehlt. Aber nichts schien zu passen, weder zu meinen Maßen, noch zu meinem Geschmack, noch zu dem Budget, das ich mir gesetzt hatte.

 

Ich war der Resignation nahe, stand in diversen Umkleidekabinen, trotze dem dort herrschenden unfreundlichen, harten Licht und wollte sie nicht aufgeben, diese fast schon hoffnungslose Suche, während ich im Spiegel eine Hose nach der anderen kritisch beäugte und schließlich ablehnend abstreifte. Es sollte nicht sein.

 

Aber dann, plötzlich – ich hielt es schon nicht mehr für möglich – entdeckte ich sie. Irgendwo auf einem unscheinbaren Bügel hängend, in einem noch unscheinbareren Second Hand Shop irgendwo in Stuttgart Ost. Aufgrund meiner vorigen Enttäuschungen erwartete ich mir gar nicht viel, denn es war sicher keine Liebe auf den ersten Blick. Etwas altbacken kam sie daher, viel zu lang und insgesamt zwar passend, aber eben nicht der perfect fit, den ich mir erhofft hatte. Aber ich nahm sie dennoch mit nach Hause – keine fünf Euro sollte sie kosten – und wagte es, die Hoffnung, dass wir uns schon noch aneinander gewöhnen würden nicht gänzlich aufzugeben.

 

 

Und was soll ich sagen: manchmal braucht es wohl wirklich ein bisschen Zeit, ein bisschen Glück und den Zufall auf der Seite, um das zu finden was man so dringend sucht. Und eine Stoffschere, um zu lange Hosenbeine zu kürzen. Und eine Waschmaschine, um die Spuren des Vorbesitzers zu beseitigen. Und das richtige Wetter, um das neu gewonnene Kleidungsstück auszuführen, denn im Stuttgarter Sommer bei über dreißig Grad macht das Tragen einer Jeans keinen Spaß. Trust me, I tried.

 

Sugar sucht trotzdem noch nach der wahren Liebe. Und der perfekten Jeans.

 

(*Name auf Wunsch von Juliane geändert)

Vielen Dank an die wunderbare Juliane, die heute mit mir durch den Kessel gestreift ist und die Bilder für diesen Text geknipst hat.

 

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